Viele von ihnen sind sehr tolerant, wissen und akzeptieren, dass es Institutionen, Firmen, Menschen gibt, die nicht so sehr Netzaffin sind, wie sie. Die kleine Schrulligkeiten kommentarlos durchgehen lassen.
Aber leider gibt es auch »Social-Media-Gottheiten«, die sich über jeden schlecht formulierten Satz, der aus den 90ern hätte stammen können, aufregen müssen. Mit einer Selbstverständlichkeit prangern sie diese Formulierungen an, als ob man sie selbst persönlich angegriffen hätte. Sie scheuen sich auch nicht Twitterkonversationen daraus entstehen zu lassen und beharren auf ihren Meinung mit einer Trotzigkeit.
Ein wenig traurig.
Sollte man nicht statt der Anklage das Zwiegespräch suchen? Sollte man nicht vielleicht die Hilfe anbieten statt alles durch den Kakao zu ziehen und lächerlich zu machen?
So wie es Menschen gibt, die sich nicht mit Social Media und Internet so sehr auskennen, ihn aber dennoch nutzen möchten, weil sie vielleicht mit den Kindern in Kontakt bleiben wollen, gibt es doch auch Firmen die diese Art der Medien nutzen wollen und sollten. Aber wie man die Menschen, die unbeholfen in sozialen Netzwerken rumtapern, nicht anklagt so sollte man das doch auch nicht mit Firmen machen. Oder?
Klar: jeder hat mal einen schlechten Tag und denkt sich, ›Warum sollte ich dem / der / denen jetzt helfen und es nett und freundlich erklären?!‹. Auch selbstverständlich, dass man schmunzeln muss, wenn man sehr skurrile Macken eines Unbeholfenen sehen muss. Dennoch denke ich, dass gerade deutschlandweit berühmte Social-Media-Experten da eine Vorbildfunktion einnehmen sollten, und ihre Prominenz eher dazu nutzen sollten, öffentlich-rechtlichen Einrichtungen bei solchen Fauxpas zu helfen.
Diese* und andere unbebildete Twitter-Konversationen haben mich entschließen lassen, diesen Blogeintrag zu schreiben.
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